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Wie Valvoline in der Formel E an Lösungen für die E-Mobilität von morgen arbeitet

Elektromobilität braucht mehr als Strom

Was haben die extremen Bedingungen eines Formel-E-Rennens mit einem Elektrofahrzeug auf unseren Straßen zu tun?

Mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Denn die Rennstrecke ist nicht nur der Ort, an dem um Sekunden und Platzierungen gekämpft wird. Sie kann gleichzeitig ein Entwicklungslabor sein. Komponenten und Betriebsflüssigkeiten werden hier hohen thermischen und mechanischen Belastungen ausgesetzt – und liefern damit wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung neuer Technologien.

Genau diesen Ansatz verfolgt Valvoline Global gemeinsam mit Mahindra Racing in der Formel E.

Im Mittelpunkt der technischen Zusammenarbeit stehen spezielle Flüssigkeiten für Elektrofahrzeuge – sogenannte E-Fluids. Die Erfahrungen aus dem Motorsport sollen dabei nicht auf der Rennstrecke bleiben. Die gewonnenen Daten fließen zurück in die Forschung und Produktentwicklung.

Das Prinzip dahinter nennt Valvoline „Track to Road“: von der Rennstrecke auf die Straße.

Die Formel E als Entwicklungslabor

Motorsport und Schmierstoffhersteller verbindet eine lange Geschichte. Extrem hohe Belastungen bieten ideale Voraussetzungen, um Technologien an ihre Grenzen zu bringen.

Mit der Elektromobilität verändern sich allerdings die Anforderungen.

Ein Formel-E-Rennwagen besitzt keinen klassischen Verbrennungsmotor. Dafür müssen elektrische Antriebssysteme, Getriebe, Batterie und Leistungselektronik unter enormen Belastungen zuverlässig funktionieren.

Genau deshalb nutzt Valvoline die Partnerschaft mit Mahindra Racing nicht ausschließlich als Sponsoringplattform.

Ingenieure beider Unternehmen arbeiten gemeinsam an speziellen Flüssigkeiten für elektrische Antriebe. Diese sollen unter anderem dazu beitragen, die Effizienz des Antriebsstrangs zu verbessern sowie Haltbarkeit und Zuverlässigkeit der Systeme zu unterstützen.

Ein gemeinsam entwickeltes Getriebefluid wird nach Angaben von Valvoline seit Mai 2026 in den Formel-E-Rennwagen von Mahindra Racing eingesetzt.

Entwicklung und Validierung finden dabei sowohl im Labor als auch unter realen Rennbedingungen statt.

Und genau das macht die Zusammenarbeit so interessant.

Track to Road: Was auf der Rennstrecke gelernt wird, soll auf die Straße

Rennsport bietet einen entscheidenden Vorteil für die Produktentwicklung:

Extrembedingungen lassen sich nicht nur simulieren – sie passieren tatsächlich.

Hohe Temperaturen, enorme Belastungen und maximale Leistungsanforderungen liefern Daten darüber, wie sich Materialien und Flüssigkeiten unter anspruchsvollen Bedingungen verhalten.

Diese Erkenntnisse werden analysiert und fließen anschließend wieder in die Entwicklung kommerzieller Produkte ein.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Flüssigkeit aus dem Formel-E-Rennwagen morgen einfach in ein Serienfahrzeug gefüllt wird.

Der entscheidende Wert liegt im gewonnenen Know-how.

Welche Formulierungen funktionieren unter hoher Belastung besonders gut? Wie können Reibungsverluste reduziert werden? Wie lassen sich Komponenten besser schützen? Und welche Anforderungen entstehen durch neue Antriebstechnologien?

Genau diese Fragen machen aus Motorsport mehr als eine spektakuläre Werbefläche.

Die Rennstrecke wird zum Prüfstand.

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Aber braucht ein Elektroauto überhaupt noch Betriebsflüssigkeiten?

Diese Frage begegnet uns immer wieder.

Kein Verbrennungsmotor bedeutet schließlich auch kein klassisches Motoröl.

Also braucht ein Elektroauto keine Schmier- und Betriebsflüssigkeiten mehr?

Ganz so einfach ist es nicht.

Die Anforderungen verändern sich – sie verschwinden aber nicht.

Elektrofahrzeuge benötigen beispielsweise Lösungen für:

  • Thermomanagement und Kühlung
  • elektrische Antriebssysteme
  • Getriebe und Antriebskomponenten
  • Bremsanlagen
  • Lager und weitere bewegliche Komponenten

Besonders wichtig ist das Thermomanagement.

Batterien und Leistungselektronik erzeugen Wärme. Gleichzeitig beeinflusst die Temperatur wesentlich, wie zuverlässig und effizient eine Batterie arbeitet. Valvoline weist deshalb darauf hin, dass spezielle Heat-Transfer-Fluids dazu beitragen können, Batterien innerhalb geeigneter Betriebstemperaturen zu halten. (Valvoline)

Das klassische Motoröl verliert beim reinen Elektrofahrzeug also seine bisherige Aufgabe.

Die Welt der Betriebsflüssigkeiten verschwindet deshalb aber noch lange nicht. Sie verändert sich gemeinsam mit dem Antrieb.

Neue Antriebe stellen neue Anforderungen an Flüssigkeiten

Dabei geht es nicht einfach darum, bekannte Schmierstoffe in Elektrofahrzeugen weiterzuverwenden.

Elektrische Antriebssysteme stellen teilweise andere Anforderungen an Flüssigkeiten und Schmierstoffe.

Thermische Eigenschaften spielen eine wichtige Rolle. Gleichzeitig müssen Komponenten zuverlässig geschützt und Reibungsverluste möglichst gering gehalten werden.

Hinzu kommt ein Punkt, der bei Elektrofahrzeugen besonders relevant ist:

Effizienz.

Jeder Energieverlust beeinflusst letztlich die nutzbare Reichweite eines Elektrofahrzeugs.

Die Entwicklung geeigneter E-Fluids wird damit zu einem kleinen, technisch aber wichtigen Baustein auf dem Weg zu leistungsfähigen und zuverlässigen elektrischen Antriebssystemen.

Vom Motoröl-Pionier zur Mobilität von morgen

Vom Motoröl-Pionier zur Mobilität von morgen

Gerade bei Valvoline ist diese Entwicklung bemerkenswert.

Die Geschichte des Unternehmens reicht rund 160 Jahre zurück. Die Marke wurde durch Schmierstoffe und insbesondere Motoröle bekannt.

Man könnte deshalb vermuten, dass der Wandel zur Elektromobilität für einen traditionellen Schmierstoffhersteller vor allem eine Bedrohung darstellt.

Valvoline verfolgt offensichtlich einen anderen Weg.

Das Unternehmen beschäftigt sich heute mit Lösungen für unterschiedliche Antriebskonzepte:

Verbrennungsmotoren, Hybridfahrzeuge und vollelektrische Fahrzeuge.

Im Bereich Elektromobilität forscht Valvoline nach eigenen Angaben bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten. Dazu gehören unter anderem spezielle Fluidtechnologien sowie Lösungen für das Batteriethermomanagement.

Valvoline beschreibt beispielsweise EV-Fluids für Herausforderungen rund um Batterietemperatur, Antriebsstrang, Bremssysteme und Lager. (Valvoline)

Damit verändert sich auch die Rolle eines klassischen Schmierstoffherstellers.

Es geht nicht mehr ausschließlich darum, Reibung in einem Verbrennungsmotor zu reduzieren.

Es geht zunehmend darum, unterschiedliche Antriebstechnologien effizient, zuverlässig und langlebig zu machen.

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160 Jahre Erfahrung – und trotzdem nicht von gestern

Vielleicht ist genau das die spannendste Geschichte hinter der Zusammenarbeit mit Mahindra Racing.

Innovation bedeutet nicht zwangsläufig, alles bisher Gelernte über Bord zu werfen.

Im Gegenteil.

Jahrzehntelange Erfahrung mit Reibung, Verschleiß, Temperaturmanagement und Materialbelastung kann eine wichtige Grundlage dafür sein, Lösungen für neue Technologien zu entwickeln.

Und Motorsport bietet dafür seit jeher ein besonders anspruchsvolles Testumfeld. Auch bei klassischen Rennanwendungen verweist Valvoline auf extreme Temperaturen, Drücke und Scherkräfte, denen Flüssigkeiten auf der Rennstrecke standhalten müssen. (Valvoline)

Mit der Formel E verschiebt sich nun lediglich der technologische Schwerpunkt.

Andere Antriebe. Andere Anforderungen. Derselbe Anspruch: Technik muss zuverlässig funktionieren.

Was bedeutet das für Werkstätten und Unternehmen?

Für Werkstätten, Fuhrparkbetreiber und Unternehmen bedeutet die zunehmende Elektrifizierung vor allem eines:

Know-how wird wichtiger.

Denn mit neuen Antriebskonzepten verändern sich auch Wartung, Betriebsstoffe und Produktauswahl.

Das Fahrzeug der Zukunft wird nicht einfach „wartungsfrei“, nur weil kein klassischer Verbrennungsmotor mehr vorhanden ist.

Stattdessen entstehen neue technische Anforderungen – und damit auch neue Produkte und Lösungen.

Wer Fahrzeuge professionell wartet oder Flotten betreibt, muss deshalb zunehmend unterscheiden:

Welche Technologie kommt zum Einsatz? Welche Anforderungen stellt der Hersteller? Welche Flüssigkeiten werden benötigt? Und welche Spezifikationen müssen erfüllt werden?

Genau hier wird kompetente Beratung wichtiger denn je.

Von der Rennstrecke nach Österreich

Von der Rennstrecke nach Österreich

Für uns bei Kutzendörfer & Dworak ist die Zusammenarbeit zwischen Valvoline Global und Mahindra Racing deshalb weit mehr als eine interessante Motorsportgeschichte.

Sie zeigt, wohin sich eine Branche entwickelt, mit der wir seit vielen Jahren eng verbunden sind.

Als exklusiver Vertriebspartner von Valvoline in Österreich bringen wir nicht nur die Produkte einer traditionsreichen Marke auf den heimischen Markt. Wir begleiten auch deren technologische Weiterentwicklung und beschäftigen uns intensiv mit Lösungen für die unterschiedlichen Mobilitätsformen von heute und morgen.

Denn eines wird sich auch mit neuen Antriebstechnologien nicht ändern:

Technik braucht Schutz, Kühlung, Effizienz und die richtige Lösung für die jeweilige Anwendung.

Nur die Anforderungen verändern sich.

Und genau das macht die Mobilität von morgen für uns so spannend.